Die Digitale Transformation

Anfang des Jahres habe ich es immer wieder gehört: Schlagwörter wie «Internet of Things» oder «Web 4.0» - wie eine neue Ära aktueller De-facto-Standards, die nun mittlerweile zur Empfehlung freigegeben sind, bekommen noch einen einprägsamen Oberbegriff hinzugeliefert: die «Digitale Transformation». Dahinter verbirgt sich vor allen Dingen der hohe Nutzwert der Digitalisierung für Forschung, Unternehmen, Bürger und Staat.

Wohl kaum eine der oben genannten Institutionen könnte so unbefangen und flexibel wie heute eine solche Bandbreite nutzen oder liefern, wenn es das Internet nicht gäbe. Neben verbesserten Möglichkeiten zur Gestaltung, Archivierung und Kostenersparnis, kommt mitunter noch ein ganz anderer wichtiger Aspekt hinzu: die Reduzierung von Papier und jeder Menge Printwork. Gerade in Zeiten eines bedenklichen Klimawandels werden natürlich auch hier ständig Umweltaspekte immer deutlicher angesprochen und hinterfragt. Auf der einen Seite wurde über Jahrzehnte hinweg immer von einer baldigen Erschöpfung (oder Knappheit) der fossilen Energien jeglicher Art berichtet, auf der anderen Seite dringt ein immer stärker werdender Wunsch nach einer unbürokratischen und papierlosen Verwaltung - also rein elektronischer Abwicklung und Archivierungsmöglichkeit nach vorn. Sogar ein Ökoenergiemix mit grüner Energie könnte hier einen noch umweltfreundlicheren digitalen Umgang unterstützen und fördern.

Ein Aspekt der mir immer tief in Erinnerung geblieben ist, war die unendliche Nutzungsmöglichkeit von digitalem Code bei (logischerweise) stets gleichbleibender Qualität. Da sich binäre bzw. digital-umgewandelte Qualität nicht einfach so verschlechtern kann, ist die Digitalisierung auch deshalb allen anderen Medien oder Möglichkeiten weitaus (ja wenn nicht sogar haushoch) überlegen. Dies soll aber keineswegs heißen, dass Analogtechnik bei einem theoretischen Ausfall von Energie nicht doch weiterhin eine sinnvolle Alternative darstellt. Wären beispielsweise bei einer größeren Katastrophe keine Stromversorgung mehr sicherzustellen, wären digitale Medien leider schlicht nicht mehr zu gebrauchen. Insofern muss analogen Archiven (Karten, Tabellen, Diagramme, Fotos, Pläne, Bücher, Formen, Schriften, Modelle, Zeichnungen etc.) selbstverständlich ebenso eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt werden, da ohne eine geeignete und konsequente Stromversorgung eine Digitalisierungsstrategie wiederum keine Berücksichtigung findet. Es lässt sich jedoch schlussfolgern, dass überall dort wo Strom fließt, auch digitale Services angeboten - und ab dann auch freillig um ein Vielfaches weitmehr nutzbar gemacht werden können. Außerdem wäre eine derartig dystopische Sichtweise beim gerade heutigen Stromangebot, gerade auch an erneuerbaren Energien wie beispielsweise Wind und Photovoltaik, nicht wirklich angemessen.

Weiterführende Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Transformation
https://link.springer.com/article/10.1007/s11609-008-0025-4